Wieso der TB-Impfstoff auch für andere Infektionen unempfindlicher macht

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Gegen Tuberkulose (Tb) Geimpfte erkranken nicht nur seltener an Tuberkulose, sondern auch an anderen Infektionen. Dieser Effekt ist lange bekannt – nicht jedoch, wodurch er verursacht wird. Ein Impfstoff gegen Tuberkulose (Tb) – der sog. Bacillus-Calmette-Guérin bzw. BCG-Impfstoff – kann offenbar nicht nur vor Tuberkulose schützen, sondern auch vor anderen Infektionen.

Dieser Effekt ist lange bekannt – nicht jedoch, wodurch er verursacht wird. Eine internationale Arbeitsgruppe von Wissenschaftler der Universitäten Nijmegen und Bonn hat nun mit Forschern aus Australien und Dänemark eine mögliche Antwort vorgelegt (siehe Cell Host & Microbe, Online-Veröffentlichung am 12.8.2020): Der BCG-Impfstoff zeigte seit seiner ersten medizinischen Verwendung im Jahr 1921 eine unerwartete Begleiterscheinung: „Geimpfte erkrankten nicht nur weitaus seltener an Tuberkulose, sondern auch an anderen Infektionen“, berichten die Forscher.

Ein ähnlicher Effekt wurde inzwischen auch bei anderen Impfstoffen beobachtet – fast ausschließlich solchen, deren Basis lebendige Erreger bilden. Weitgehend unbekannt ist laut den Wissenschaftlern, warum dieser sogenannte Trainings-Effekt über Jahre fortbestehen kann…

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Quelle: Lungenärzte im Netz
Titelbild/Grafik by Monks – Ärzte im Netz GmbH

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