Risiko Arteriosklerose: Diese Ernährung beugt Herzinfarkt und Schlaganfall vor

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Arteriosklerose beschreibt eine Verhärtung und Verengung der Arterienwand. Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigt. Eine gesunde Ernährung hält die Blutgefäße fit.Zu Beginn sind die Plaques noch weich und flach und beeinflussen den Blutstrom nicht. Mit der Zeit vergrößern sich die Ablagerungen an den Gefäßwänden und Entzündungen entstehen. Die Gefäße verengen sich und verlieren an Flexibilität.Arteriosklerose erhöht Schlaganfall-RisikoPlatzen die Plaques auf (Ruptur), können sich Blutplättchen anlagern und Blutgerinnsel entstehen. Örtlich können diese zu einem akuten Gefäßverschluss führen. Möglich ist auch, dass die Blutgerinnsel vom Blutstrom mitgetragen werden und an anderer Stelle ein Gefäß verstopfen. Herzinfarkt und Schlaganfall drohen.Diese Ernährung senkt das Plaque-RisikoZu den größten Risikofaktoren einer Arteriosklerose gehören neben den nicht beeinflussbaren Faktoren wie Vererbung und Alter vor allemBluthochdruckzu hohe Blutfettwerte (Cholesterin)Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitusÜbergewichtRauchenAlkoholEine gesunde und ausgewogene Ernährung hilft, diese Arteriosklerose-Risiken einzudämmen. Wer darauf achtet, bestimmte Nahrungsmittel vermehrt in seinen Speiseplan einzubauen, unterstützt seine Gefäße.Zwiebeln und Knoblauch wirken entzündungshemmendZwiebeln und Knoblauch etwa geben dem Essen nicht nur den nötigen Pfiff, sondern sind zudem gute „Gefäß-Putzer“. Sie wirken entzündungshemmend und cholesterinsenkend. Die enthaltenen Sulfide (Schwefelverbindungen) können laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) die Blutgerinnung positiv beeinflussen und das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen unterdrücken.“Zudem können Zwiebelgewächse helfen, Ablagerungen in den Arterien und Bluthochdruck vorzubeugen“, weiß Diplomökotrophologin Brigitte Neumann.Vollkorn senkt das Diabetes-RisikoVollkornprodukte sind für die Gesundheit der Gefäße ebenfalls von Vorteil. Die im Vollkorn enthaltenen Ballaststoffe wirken sich positiv auf die Blutfettwerte aus und senken das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2. Ballaststoffe verbessern die Insulinwirkung und helfen, Blutzuckerspitzen zu vermeiden.Als Richtwert für die tägliche Zufuhr an Ballaststoffen nennt die DGE für Erwachsene mindestens 30 Gramm. Erreichen lässt sich diese Menge zum Beispiel mit drei Scheiben Vollkornbrot oder drei Kartoffeln. Auch Hülsenfrüchte sind gute Ballaststofflieferanten.“Gut untersucht sind Haferkleie und Pektine aus dem Apfel. Beide Ballaststoffe binden im Darm die Abbauprodukte des Cholesterins und sorgen damit für eine moderate Senkung des Cholesterinspiegels“, sagt Neumann.Die positive Wirkung kann man sich zum Frühstück zunutze machen: „Ein Frühstück mit Haferflocken und Äpfeln wirkt sich senkend auf den Cholesterinspiegel aus und hilft auf natürliche Weise gegen verstopfte Arterien“, so der Tipp der Ernährungswissenschaftlerin.Fisch enthält wertvolle Omega-3-FettsäurenEin regelmäßiger Fischverzehr wirkt sich nach Angaben der DGE ebenfalls positiv auf die Gefäße aus. Fisch könne das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Fettstoffwechselstörungen mindern. Die DGE empfiehlt ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche und rät zu fettreichen Fischen wie Lachs, Makrele und Hering. Fettreiche Fische enthalten besonders viele Omega-3-Fettsäuren. Zudem versorgt Fisch den Körper mit Protein, Jod, Vitamin A, Vitamin D sowie B-Vitaminen.Pflanzliche Öle und Nüsse senken den CholesterinspiegelNeben Fisch sind auch pflanzliche Öle reich an wertvollen Fettsäuren, welche die Fließeigenschaften des Blutes unterstützen und helfen, Ablagerungen in den Blutgefäßen vorzubeugen. Zudem hemmen sie Entzündungsreaktionen im Körper.“Wertvolle Fettsäuren liefern zum Beispiel Raps-, Lein- und Weizenkeimöl. Auch Walnuss- und Olivenöl haben eine positive Fettsäurenzusammensetzung“, sagt Neumann. Am besten greift man zu kaltgepressten nativen Ölen. Werden die Öle erhitzt, gehen ihre wertvollen Inhaltsstoffe verloren.Nüsse sind ebenfalls reich an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen, Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Laut den Ernährungsexperten der DGE unterstützen viele sekundäre Pflanzenstoffe die Funktion der Blutgefäße und senken den Blutdruck.Fünf am Tag: Obst und Gemüse sind Gefäß-SchützerAuch Obst und Gemüse liefern für die Gefäße wertvolle Inhaltsstoffe, welche die Zellalterung verlangsamen und den Fettablagerungen in den Blutgefäßen vorbeugen. Die DGE empfiehlt täglich zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse zu verzehren. Je mehr Obst und Gemüse gegessen würde, desto geringer sei das Risiko nicht nur für bestimmte Krebskrankheiten, sondern auch für Adipositas, Bluthochdruck und koronare Herzkrankheiten.

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Quelle: T-Online | Ernährung
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