Mit Gold gegen Keime

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Gold könnte zukünftig eine wichtige Rolle im Kampf gegen multiresistente Krankheitserreger zukommen. Wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Australien nun herausgefunden haben, setzen Goldpartikel die Hülle von Bakterien unter eine „tödliche Spannung“ und töten die Keime ab, indem sie deren Hülle zerreißen.

„Es ist schon länger bekannt, dass metallische Nanopartikel Bakterien abtöten können“, erklärt Dr. Jean-Baptiste Fleury, der als Experimentalphysiker am Lehrstuhl von Prof. Ralf Seemann an der Universität des Saarlandes forscht. Silberpartikel beispielsweise können in einer biochemischen Reaktion Löcher in die Membranen der Bakterien reißen. Und auch Kupfer ist schon länger für seine antibakterielle Wirkung bekannt.

„Goldnanopartikel sind aus biochemischer Sicht allerdings völlig inaktiv und durchqueren die Bakterienzellmembran nicht“, sagt Fleury. Eigentlich wäre von diesen also keine Wirkung zu erwarten. „Kollegen der Universität Melbourne haben allerdings überraschenderweise beobachten können, dass Bakterien reihenweise sterben, wenn sie mit synthetischen einheitlichen und kugelförmigen Goldnanopartikeln zusammengebracht werden“, so der Eperimentalphysiker weiter.

„Es hatte den Anschein, als ob die Bakterienmembran spontan explodiert wäre“, erklärt Fleury den massiven Effekt, den die Goldpartikel offenbar erzielten…

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Quelle: Biermann Medizin | Allergologie & Dermatologie
Titelbild/Grafik by Biermann Verlag GmbH

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