Funktioniert ein Verschlechterungsschutz per Bakterienspray?

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Täglich ein Hub Bakterien und eine akute Verschlechterung (Exazerbation) der COPD bleibt aus? Was bestechend simpel klingt, könnte einer ersten Studie zufolge, die auf dem virtuellen Kongress der European Respiratory Society vorgestellt wurde, tatsächlich funktionieren.Täglich zwei Hübe eines Sprays unter die Zunge (sublingual), das hitze­inaktivierte Bakterien enthält, sollen COPD-Patienten vor einer akuten Verschlechterung (Exazerbation) schützen.

Sechs Bakterienspezies stecken in dem Spray: drei grampositive Kokken (Streptococcus pneumoniae, Staphylococcus aureus und Staphylococcus epidermidis) und drei gramnegative Keime (Klebsiellen, Moraxella catarrhalis und Haemophilus influenzae). Auf sublingualem Weg lässt sich der Atemwegstrakt umgehen, was nicht gelingt, wenn man die Bakterien über den Magen-Darm-Trakt (gastrointestinal) appliziert, erklärt Prof. Dr. Luis Puente-Maestu von der Pneumologie am Universitätsklinikum Gregorio Marañón in Madrid.

Das Ziel ist, eine zelluläre Immunantwort (Immunreaktion) vonseiten der Atemwegsschleimhaut und im Blut (mukosal und systemisch) durch die Bildung von Antikörpern gegen die Bakterien anzuregen, so dass diese künftig von den Antikörpern neutralisiert werden und deshalb seltener Exazerbationen verursachen können…

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Quelle: Lungenärzte im Netz
Titelbild/Grafik by Monks – Ärzte im Netz GmbH

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